Die Transkripte sind auf der Schreibmaschine getippt, an einigen Stellen unleserlich, fehlerhaft oder durch das Kopieren am Rand abgeschnitten. Auf etlichen Seiten ist es mir nicht gelungen, vor dem Scannen Unterstreichungen zu entfernen; sie haben einfach dem Radiergummi widerstanden. Um die Texte zugänglicher zu machen, stelle ich - sukzessive im Laufe der nächsten Monate - jedem Transkript eine Inhaltsangabe zur Seite. Im Wesentlichen werden das die Namen der von H.G. Geyer referierten Philosophen und Theologen sein sowie einige Stichworte und die jeweiligen Seitenzahlen.

H.F. 20.10.18

Download
Anthropologie 1 bis 137.pdf
Adobe Acrobat Dokument 16.3 MB

Seite 4ff   Was ist der Mensch? (Griechische Antwort: Leben, das den Logos hat = zoon logon echon und:Gemeinschatswesen = zoon politicon)
Wo bist du? (Biblische Antwort: Gottes Ebenbild, Genesis 1,26) Wer bin ich? Neuzeitliche Antwort:      


12ff  Linné, Darwin (!) (biologische Anthropologie), 18  Aristoteles, 21ff  Kant (Subjekt-Objekt-Spaltung),

24f  Hegel, 26ff  Darwin, 28 Malthus, 31ff Malthus, Darwin, 37f Spencer, 38ff Huxley, Wyatt,

40f Sozialdarwinismus, (Rechtfertigung des Krieges als Selektionsmittel, der Frau als Produktionsmittel),

44ff  Marx (!); Wesen des Menschen bislang nicht zu Tage getreten. Bisher nur: tätiges Zusammenleben; die Menschen müssen arbeiten, um zu leben. Arbeit, Arbeitsteilung, Gebrauchswert, Tauschwert, Ware, Markt, Ware Arbeitskraft, Mehrwert, Wirtschaftswachstum, Profitrate, Entfremdung, Verdinglichung, Verhältnis Mann und Frau, 91f Engels, 97ff Revolution, Kautsky, Korsch, Lukács, Gramsci. Der Mensch hat sein Wesen als Aufgabe vor sich. Die Marxistische Theorie des Historischen Materialismus = das aufgeklärte Selbstbewusstsein der sozialistischen Arbeiterbewegung, Aufhebung des in der Gegenwart Erlittenen unmittelbares Ziel, Fernziel: eine von Leid und Unterdrückung befreite Subjektivität; Beseitigung der Vorgeschichte des Menschen, Versöhnung von Mensch und Natur. 110ff Reich der Freiheit, datierte Wahrheit, Revolution, 114 europäische Arbeiterschaft, 116f realer Sozialismus, Spätkapitalismus, Mandel Sweezy, Althusser (!), Marcuse, Feuerbach, Marx, Adorno, Monod

Download
Antrhopologie 138-201.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.5 MB

137ff Darwin, 140f Kontinuum vom Anorganischen zum Organischem. Biologie als neue Universalwissenschaft, aufgeweicht durch Teilhard de Chardin (christliche Variante) u. Sri Aurobinder (hindu-istische Variante). Dagegen 143ff Jaques Monod (!)


= schärfste Artikulation der wissenschaftlichen Entwicklungstheorie, konsequentester Neo-Darwinismus, Molekularbiologie, physikalische Theorie der Vererbung, genetischer Code, Proteinmoleküle, Nukleinsäure, DNS, Erbinformationen der Species Mensch, Mutation durch Informationsfehler, Selektion innerhalb der Mutation, kein Umfassender Plan für den Lebensprozess in der Welt, Mensch=Zufallsprodukt - und doch Wertvorstellung der Menschheit immer noch animistisch (alles hat ein Ziel), ererbtes Bedürfnis nach Sinngebung des menschlichen Lebens, Lebensbedürfnis und Wahrheitserkenntnis stehen sich unverträglich gegenüber. Aber auch scharf einander entgegengesetzt sind die beiden großen Modelle in der anthropologischen Diskussion der Gegenwart: der Neodarwinismus und der historische Materialismus. 167 Christliche Theologie und Anthropologie hat den Bruch der Neuzeit mit der kirchlichen Tradition ernst zu nehmen, 169f der Mensch im Darwinismus und im Marxismus ist ein zweidimensionales Wesen. Das auch Vorzug: Sie wollen Gott nicht im Begriff habhaft werden.

170ff Günther Klein, neutestamentliche, paulinische, nicht empirische, genuin theologische Antrhopologie, Mensch hat verloren, Ebenbildnis Gottes zu sein, existiert als Gerücht, Gottesebenbildlichkeit Jesu Christi, nicht für sich allein, sondern für alle, Paulus (!) Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch, Gott und Mensch nur in Christus zu erkennen, Kategorie des Menschen erst durch Überwindung des Gegensatzes Juden und Heiden konstituiert, 175ff theologische Antrhopologie=Explikation des christlichen Selbstverständnisses? Explikation des Menschen als Geschöpf Gottes? Karl Barth (!) 178ff theologischer Konsens: Erkenntnis des Menschen ist nicht Selbsterkenntnis. Aber kann der Mensch als Geschöpf Gottes erkannt werden? Erkenntnis des natürlichen Menschen. Der Mangel an Substatialität im geistlichen Sein des Menschen schließt die Möglichkeit aus, dass es in einem unmittelbaren Akt der Selbserkenntnis zu einer wahren Erfassung des wirklichen menschlichen Wesens kömmen könnte, 180f Selbstanschauung, intellektuelle Anschauuung, Erleuchtung, transzendentale Meditation auf der einen Seite, indirekte Selbsterkenntis auf der anderen: der Mensch schaut sein Wesen in den Gestalten des geschichtlichen Lebens an, Dilthey,182 Theologische Antrhopologie: das ursprüngliche Sein des Menschen nicht eigene Tat, sondern Passion, liegt in einer auf ihn zukommenden und ihn betreffenden Beziehung. Der Mensch nur zu erkenne als Geschöpf Gottes. 184 Wie ist Erkenntnis des Menschen als eines Geschöpfes Gottes möglich? Barth: Erkenntnis des Schöpfers ist dazu Bedingung. 185ff  Rückfall in orthodoxe Antrhopologie bei Otto Weber und Wolfgang Trillhaas. Gottesebendbildlichkeit des Menschen als Vollkommenheit und Gerechtigkeit des Menschen vor Gott, incl. Leidlosigkeit des menschlichen Körpers und Herrschaft über alle übrigen Lebewesen. Ursünde: Ermangelung der ursprünglichen Gerechtigkeit. 188ff katholische Dogmatik unterscheidet zwischen imago dei und simulitudo. Thomas von Aquin. K. Barth: Gottebenbildlichkeit ist durch Sünde nicht angetastet. Schöpfungsgeschichte und Heilsgeschichte nicht zu separieren. Die Schöpfung ist der äußere Grund des Bundes und der Bund der innere Grund der Schöpfung. Nur dort, wo dieser Bund zu seiner Erfüllung kommt, wo er auch zu Offenbarung gekommen ist: Erkenntnis der Schöpfung. Offenbarung ist konzentriert im Ereignis der Geschichte Jesu Christi. Sie ist die Geschichte des erfüllten Bundes, von der aus das Insgesamt der Schöpfung in den Blick genommen werden kann. Es gilt, Gott in Christus zu erkennen, um Gott als Schöpfer der Welt zu erkennen. 191ff Sponoza, Pantheismus. Karl Barth: Wie kann der Gott Jesu Christi als der Schöpfer Himmels und der Erde erkannt werden? Eigentliche Intention Gottes: Bund, Sein Gottes für den Menschen undmit dem Menschen; das in Erscheinung gebracht in der Geschichte Jesu Christi; der ewige Bund, der ewige Erwählungwille Gottes = die göttliche Tiefendimension der zeitlichen Geschichte Jesu Christi in dem Doppelereignis von Kreuz und Auferstehung. Die Schöpfung: Bereitstellen der Möglichkeit, damit dieser göttliche Wille zu seinem Ziel gelangen kann. Widerspruch des Menschen. Erfüllung des Bundes = Versöhnung. Schöpfunglehre = Anthropologie. Nicht das Universum ist bestimmend vür die Auslegung des menschlichen Seins und Wesens, sondern Gottes Akt der Vermittlung seines Lebens mit dem Sein des Menschen. Gott hat in der Geschichte Jesu Christi gegen den Widerspruch des Menschen dessen WEsen zu seiner Wirklichkeit herangeführt. Das Wesen des Menschen ist durch die Sünde nicht substantiell verändert. In der Wirklichekeit Jesu Christi ist die Wahrheit des Menschen selbst auf den Plan gehoben. Anrhtopologie nur auf Basis der Christologie. Dass es diesen Menschen Jesus gegeben hat ist die Qualifikation aller Menschen. Im Sein für die Menschen des Menschen Jesus wiederholt sich das Sein Gottes für die Menschen. Jesus vertritt die Menschen gegenüber Gott. Durch Jesus Stellvertretung der Menschen vor Gott. Er ist der Mensch für die Menschen. Mitmenschlichkeit. In der Humanität Jesu hat Gott sein eigenes Bild zur Darstellung gebracht. Jesu Gottebenbildlichkeit.

 


Download
Anthropologie 202-251.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.5 MB

206ff Das menshcliche Sein ein Implikat der Wahrheit und Wirklichkeit Jesu Christi. Die Frage nach dem menschlichen Sein Jesu Christi ist die Grundfrage der theologischen Anthropologie. Um das Wesen des Menschen Jesus Christus zu erkennen, muss in kokreto nach der Geschichte Jesu Christi gefragt


werden. Der Mensch Jesus ist der Mensch für Gott und der Mensch für den Menschen. Jesus Christus setzt sich für die Interessen Gottes ein und seine Existenz ist im Interesse und zum Nutzen des Menschen. Er vertritt Gott gegenüber den Menschen und vertritt die Menschen vor Gott (also keine Antithetik wie bei Niobe oder Prometheus). Weil Jesus Christus für Gott existiert, kann er nicht aanders, als für den Menschen zu existieren, sofern Gott nicht ohne den Menschen, sondern mit ihm zusammenleben will. Das Sein Jesu Christi für Gott (seine Divinität) ist der Grund für das Sein Jesu Christi für den Menschen (seine Humanität). Jesus bringt das Wesen Gottes zum Vorschein in die Welt und zum Heil der Welt. Die Humanität Jesu Christi erlaubt den Menschen, durch den Vordergrund der menschlichen Erscheinung hindurchzublicken auf den innersten Ursprung der Wirklichkeit und des Seins im Wesen Gottes. Die HImanität Jesu ist die Erscheinung des Bildes Gottes. Das Verhältnis Jesu Christi zu den Menschen stellt dar das ursprüngliche Verhältnis Gottes zum Menschen und das innere Verhältnis Gottes zu sich selbst. Innertrinitarisches Verhältnis zwischen VAter und Sohn. Die Relation Jesus Christus - Mensch ist der Erkenntnisgrund für das menschliche und göttliche Sein. Objektiv ein Sein von Gott her und ein Sein mit den anderen Menschen. D.h. für die Anthropologie: Menschliches Sein ist durch Relationalität charakterisiert, nicht durch die Kategorie der Substanz. 218ff Das objektive Wesen des menschlichen Seins ist die relationale Einheit Gott - Mensch und die Beziehung des Menschen zum Menschen. Gegenständliches Mitmenschlichkeit: Verhältnis Mann - Frau. Ethik: das subjektive Komplement zur objektiven Explikaiton. Der Mens cist Objekt nur für den Schöpfer, Retter und Erlöser, nie für den Menschen. 222ff Wozu ist theologiesche Antrhropologie nützlich? In der Praxis des menschlichen Lebens? 224 Sendung, Überstieg in Richtung Welt, Auseinandersetzung, Kontroverse = praktische Komponente der theologischen Antrhropologie. 227 Menschliches Sein ist bestimmt als Zusammensein mit Jesus Christus<, in der Geschichte Jesu Christi gelangt der urzeitliche Erwählungwille Gottes und das endzeitliche Berufungswort zur Realität dieser Welt. Der Mensch ist aufgrund der göttlichen Erwählung in sein Wesen eingesetzt und durch das Wort Gottes in der Geschichte Jesu Christi zu seiner Bestimmung berufen. Das Gottesverhältis ist die Grundbeziehung menschlichen Seins. Der Mensch vermag zu Gott hin zu sein in dem Maße, in dem er von Gott her ist. Dank als Komplement der Gnade. Der Dank geschieht in der Tat. Überschreitung des Menschen als eines bloßen Geschöpfes in Richtung der Bundesgenossenschaft mit Gott. Damit erst gelangt das menschliche Sein zu seiner Erfüllung. Verantwortung:Erkenntnis, Gehorsam, Anrufung, Freiheit. Der Mensch ist Objekt für göttliches Handeln, als sich vor Gott verantwortender ist er Subjekt. Indem der Mensch Gottes Objekt ist, ist er Subjekt seines eigenen Seins.

235ff Subjektivität des Menschen Kriterium der rechtverstandenen Objektivität des Menschen. K. BArth: Der Mensch ist das Wesen, dessen Artgenosse, dessen Nachbar und Bruder Jesus Christus ist. Die spezifische Humanität Jesu Christi schließt es für den generellen Begriff des menschlichen Seins aus, ihn auf seine objektive Struktur zu restringieren. Die Geschöpflichkeit des Menschen: Bühne für die eigentliche Intention, die Heilsgeschichte des Bundesschlusses Gottes mit dem Menschen. 243 Sein und tun. Für historischen materialismus: Tun des Menschen der zureichende Grund. 244 Wesen des Menschen lässt sich nicht auf einen Einheitspunkt reduzieren. Das Sein des Menschen als sein Erschaffensein von Gott geht seinem Tun als der Einstimmung in den Willen Gottes zum Bund mit ihm unüberholbar voraus. Die Erde als Feld der Bearbeitung für den Menschen. Mensch von Gott  her. Darauf basiert, dass er in Überbietung dieser geschöpflichen dimension auch zu Gott hin sein kann. Gebet und Anrufung Gottes. Die anspruchslose Bitte. Der Betende ist bereit, von Gott alles zu empfangen. Das Gebet "Vater unser". plurale Subjektivität des Gebets.


Download
Anthropologie 252-275.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.2 MB


Download
276-547.pdf
Adobe Acrobat Dokument 12.8 MB