Die Transkripte sind auf der Schreibmaschine getippt, an einigen Stellen unleserlich, fehlerhaft oder durch das Kopieren am Rand abgeschnitten. Auf etlichen Seiten ist es mir nicht gelungen, vor dem Scannen Unterstreichungen zu entfernen; sie haben einfach dem Radiergummi widerstanden. Um die Texte zugänglicher zu machen, stelle ich sukzessive im Laufe der nächsten Monate jedem Transkript eine Inhaltsangabe zur Seite - ohne den Ehrgeiz, dabei wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen. Im Wesentlichen werden die Angaben aus den Namen der von H.G. Geyer referierten Philosophen und Theologen bestehen sowie aus einigen Stichworten und den jeweiligen Seitenzahlen.

H.F. 20.10.18

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Anthropologie 1 bis 137.pdf
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Seite 4ff   Was ist der Mensch? (Griechische Antwort: Leben, das den Logos hat = zoon logon echon und:Gemeinschatswesen = zoon politicon)
Wo bist du? (Biblische Antwort: Gottes Ebenbild, Genesis 1,26) Wer bin ich? Neuzeitliche Antwort:      


12ff  Linné, Darwin (!) (biologische Anthropologie), 18  Aristoteles, 21ff  Kant (Subjekt-Objekt-Spaltung),

24f  Hegel, 26ff  Darwin, 28 Malthus, 31ff Malthus, Darwin, 37f Spencer, 38ff Huxley, Wyatt,

40f Sozialdarwinismus, (Rechtfertigung des Krieges als Selektionsmittel, der Frau als Produktionsmittel),

44ff  Marx (!); Wesen des Menschen bislang nicht zu Tage getreten. Bisher nur: tätiges Zusammenleben; die Menschen müssen arbeiten, um zu leben. Arbeit, Arbeitsteilung, Gebrauchswert, Tauschwert, Ware, Markt, Ware Arbeitskraft, Mehrwert, Wirtschaftswachstum, Profitrate, Entfremdung, Verdinglichung, Verhältnis Mann und Frau, 91f Engels, 97ff Revolution, Kautsky, Korsch, Lukács, Gramsci. Der Mensch hat sein Wesen als Aufgabe vor sich. Die Marxistische Theorie des Historischen Materialismus = das aufgeklärte Selbstbewusstsein der sozialistischen Arbeiterbewegung, Aufhebung des in der Gegenwart Erlittenen unmittelbares Ziel, Fernziel: eine von Leid und Unterdrückung befreite Subjektivität; Beseitigung der Vorgeschichte des Menschen, Versöhnung von Mensch und Natur. 110ff Reich der Freiheit, datierte Wahrheit, Revolution, 114 europäische Arbeiterschaft, 116f realer Sozialismus, Spätkapitalismus, Mandel Sweezy, Althusser (!), Marcuse, Feuerbach, Marx, Adorno, Monod

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Antrhopologie 138-201.pdf
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137ff Darwin, 140f Kontinuum vom Anorganischen zum Organischem. Biologie als neue Universalwissenschaft, aufgeweicht durch Teilhard de Chardin (christliche Variante) u. Sri Aurobinder (hindu-istische Variante). Dagegen 143ff Jaques Monod (!)


= schärfste Artikulation der wissenschaftlichen Entwicklungstheorie, konsequentester Neo-Darwinismus, Molekularbiologie, physikalische Theorie der Vererbung, genetischer Code, Proteinmoleküle, Nukleinsäure, DNS, Erbinformationen der Species Mensch, Mutation durch Informationsfehler, Selektion innerhalb der Mutation, kein Umfassender Plan für den Lebensprozess in der Welt, Mensch=Zufallsprodukt - und doch Wertvorstellung der Menschheit immer noch animistisch (alles hat ein Ziel), ererbtes Bedürfnis nach Sinngebung des menschlichen Lebens, Lebensbedürfnis und Wahrheitserkenntnis stehen sich unverträglich gegenüber. Aber auch scharf einander entgegengesetzt sind die beiden großen Modelle in der anthropologischen Diskussion der Gegenwart: der Neodarwinismus und der historische Materialismus. 167 Christliche Theologie und Anthropologie hat den Bruch der Neuzeit mit der kirchlichen Tradition ernst zu nehmen, 169f der Mensch im Darwinismus und im Marxismus ist ein zweidimensionales Wesen. Das auch Vorzug: Sie wollen Gott nicht im Begriff habhaft werden.

170ff Günther Klein, neutestamentliche, paulinische, nicht empirische, genuin theologische Antrhopologie, Mensch hat verloren, Ebenbildnis Gottes zu sein, existiert als Gerücht, Gottesebenbildlichkeit Jesu Christi, nicht für sich allein, sondern für alle, Paulus (!) Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch, Gott und Mensch nur in Christus zu erkennen, Kategorie des Menschen erst durch Überwindung des Gegensatzes Juden und Heiden konstituiert, 175ff theologische Antrhopologie=Explikation des christlichen Selbstverständnisses? Explikation des Menschen als Geschöpf Gottes? Karl Barth (!) 178ff theologischer Konsens: Erkenntnis des Menschen ist nicht Selbsterkenntnis. Aber kann der Mensch als Geschöpf Gottes erkannt werden? Erkenntnis des natürlichen Menschen. Der Mangel an Substatialität im geistlichen Sein des Menschen schließt die Möglichkeit aus, dass es in einem unmittelbaren Akt der Selbserkenntnis zu einer wahren Erfassung des wirklichen menschlichen Wesens kömmen könnte, 180f Selbstanschauung, intellektuelle Anschauuung, Erleuchtung, transzendentale Meditation auf der einen Seite, indirekte Selbsterkenntis auf der anderen: der Mensch schaut sein Wesen in den Gestalten des geschichtlichen Lebens an, Dilthey,182 Theologische Antrhopologie: das ursprüngliche Sein des Menschen nicht eigene Tat, sondern Passion, liegt in einer auf ihn zukommenden und ihn betreffenden Beziehung. Der Mensch nur zu erkenne als Geschöpf Gottes. 184 Wie ist Erkenntnis des Menschen als eines Geschöpfes Gottes möglich? Barth: Erkenntnis des Schöpfers ist dazu Bedingung. 185ff  Rückfall in orthodoxe Antrhopologie bei Otto Weber und Wolfgang Trillhaas. Gottesebendbildlichkeit des Menschen als Vollkommenheit und Gerechtigkeit des Menschen vor Gott, incl. Leidlosigkeit des menschlichen Körpers und Herrschaft über alle übrigen Lebewesen. Ursünde: Ermangelung der ursprünglichen Gerechtigkeit. 188ff katholische Dogmatik unterscheidet zwischen imago dei und simulitudo. Thomas von Aquin. K. Barth: Gottebenbildlichkeit ist durch Sünde nicht angetastet. Schöpfungsgeschichte und Heilsgeschichte nicht zu separieren. Die Schöpfung ist der äußere Grund des Bundes und der Bund der innere Grund der Schöpfung. Nur dort, wo dieser Bund zu seiner Erfüllung kommt, wo er auch zu Offenbarung gekommen ist: Erkenntnis der Schöpfung. Offenbarung ist konzentriert im Ereignis der Geschichte Jesu Christi. Sie ist die Geschichte des erfüllten Bundes, von der aus das Insgesamt der Schöpfung in den Blick genommen werden kann. Es gilt, Gott in Christus zu erkennen, um Gott als Schöpfer der Welt zu erkennen. 191ff Sponoza, Pantheismus. Karl Barth: Wie kann der Gott Jesu Christi als der Schöpfer Himmels und der Erde erkannt werden? Eigentliche Intention Gottes: Bund, Sein Gottes für den Menschen undmit dem Menschen; das in Erscheinung gebracht in der Geschichte Jesu Christi; der ewige Bund, der ewige Erwählungwille Gottes = die göttliche Tiefendimension der zeitlichen Geschichte Jesu Christi in dem Doppelereignis von Kreuz und Auferstehung. Die Schöpfung: Bereitstellen der Möglichkeit, damit dieser göttliche Wille zu seinem Ziel gelangen kann. Widerspruch des Menschen. Erfüllung des Bundes = Versöhnung. Schöpfunglehre = Anthropologie. Nicht das Universum ist bestimmend vür die Auslegung des menschlichen Seins und Wesens, sondern Gottes Akt der Vermittlung seines Lebens mit dem Sein des Menschen. Gott hat in der Geschichte Jesu Christi gegen den Widerspruch des Menschen dessen WEsen zu seiner Wirklichkeit herangeführt. Das Wesen des Menschen ist durch die Sünde nicht substantiell verändert. In der Wirklichekeit Jesu Christi ist die Wahrheit des Menschen selbst auf den Plan gehoben. Anrhtopologie nur auf Basis der Christologie. Dass es diesen Menschen Jesus gegeben hat ist die Qualifikation aller Menschen. Im Sein für die Menschen des Menschen Jesus wiederholt sich das Sein Gottes für die Menschen. Jesus vertritt die Menschen gegenüber Gott. Durch Jesus Stellvertretung der Menschen vor Gott. Er ist der Mensch für die Menschen. Mitmenschlichkeit. In der Humanität Jesu hat Gott sein eigenes Bild zur Darstellung gebracht. Jesu Gottebenbildlichkeit.

 


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Anthropologie 202-251.pdf
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206ff Das menshcliche Sein ein Implikat der Wahrheit und Wirklichkeit Jesu Christi. Die Frage nach dem menschlichen Sein Jesu Christi ist die Grundfrage der theologischen Anthropologie. Um das Wesen des Menschen Jesus Christus zu erkennen, muss in kokreto nach der Geschichte Jesu Christi gefragt


werden. Der Mensch Jesus ist der Mensch für Gott und der Mensch für den Menschen. Jesus Christus setzt sich für die Interessen Gottes ein und seine Existenz ist im Interesse und zum Nutzen des Menschen. Er vertritt Gott gegenüber den Menschen und vertritt die Menschen vor Gott (also keine Antithetik wie bei Niobe oder Prometheus). Weil Jesus Christus für Gott existiert, kann er nicht aanders, als für den Menschen zu existieren, sofern Gott nicht ohne den Menschen, sondern mit ihm zusammenleben will. Das Sein Jesu Christi für Gott (seine Divinität) ist der Grund für das Sein Jesu Christi für den Menschen (seine Humanität). Jesus bringt das Wesen Gottes zum Vorschein in die Welt und zum Heil der Welt. Die Humanität Jesu Christi erlaubt den Menschen, durch den Vordergrund der menschlichen Erscheinung hindurchzublicken auf den innersten Ursprung der Wirklichkeit und des Seins im Wesen Gottes. Die HImanität Jesu ist die Erscheinung des Bildes Gottes. Das Verhältnis Jesu Christi zu den Menschen stellt dar das ursprüngliche Verhältnis Gottes zum Menschen und das innere Verhältnis Gottes zu sich selbst. Innertrinitarisches Verhältnis zwischen VAter und Sohn. Die Relation Jesus Christus - Mensch ist der Erkenntnisgrund für das menschliche und göttliche Sein. Objektiv ein Sein von Gott her und ein Sein mit den anderen Menschen. D.h. für die Anthropologie: Menschliches Sein ist durch Relationalität charakterisiert, nicht durch die Kategorie der Substanz. 218ff Das objektive Wesen des menschlichen Seins ist die relationale Einheit Gott - Mensch und die Beziehung des Menschen zum Menschen. Gegenständliches Mitmenschlichkeit: Verhältnis Mann - Frau. Ethik: das subjektive Komplement zur objektiven Explikaiton. Der Mens cist Objekt nur für den Schöpfer, Retter und Erlöser, nie für den Menschen. 222ff Wozu ist theologiesche Antrhropologie nützlich? In der Praxis des menschlichen Lebens? 224 Sendung, Überstieg in Richtung Welt, Auseinandersetzung, Kontroverse = praktische Komponente der theologischen Antrhropologie. 227 Menschliches Sein ist bestimmt als Zusammensein mit Jesus Christus<, in der Geschichte Jesu Christi gelangt der urzeitliche Erwählungwille Gottes und das endzeitliche Berufungswort zur Realität dieser Welt. Der Mensch ist aufgrund der göttlichen Erwählung in sein Wesen eingesetzt und durch das Wort Gottes in der Geschichte Jesu Christi zu seiner Bestimmung berufen. Das Gottesverhältis ist die Grundbeziehung menschlichen Seins. Der Mensch vermag zu Gott hin zu sein in dem Maße, in dem er von Gott her ist. Dank als Komplement der Gnade. Der Dank geschieht in der Tat. Überschreitung des Menschen als eines bloßen Geschöpfes in Richtung der Bundesgenossenschaft mit Gott. Damit erst gelangt das menschliche Sein zu seiner Erfüllung. Verantwortung:Erkenntnis, Gehorsam, Anrufung, Freiheit. Der Mensch ist Objekt für göttliches Handeln, als sich vor Gott verantwortender ist er Subjekt. Indem der Mensch Gottes Objekt ist, ist er Subjekt seines eigenen Seins.

235ff Subjektivität des Menschen Kriterium der rechtverstandenen Objektivität des Menschen. K. BArth: Der Mensch ist das Wesen, dessen Artgenosse, dessen Nachbar und Bruder Jesus Christus ist. Die spezifische Humanität Jesu Christi schließt es für den generellen Begriff des menschlichen Seins aus, ihn auf seine objektive Struktur zu restringieren. Die Geschöpflichkeit des Menschen: Bühne für die eigentliche Intention, die Heilsgeschichte des Bundesschlusses Gottes mit dem Menschen. 243 Sein und tun. Für historischen materialismus: Tun des Menschen der zureichende Grund. 244 Wesen des Menschen lässt sich nicht auf einen Einheitspunkt reduzieren. Das Sein des Menschen als sein Erschaffensein von Gott geht seinem Tun als der Einstimmung in den Willen Gottes zum Bund mit ihm unüberholbar voraus. Die Erde als Feld der Bearbeitung für den Menschen. Mensch von Gott  her. Darauf basiert, dass er in Überbietung dieser geschöpflichen dimension auch zu Gott hin sein kann. Gebet und Anrufung Gottes. Die anspruchslose Bitte. Der Betende ist bereit, von Gott alles zu empfangen. Das Gebet "Vater unser". plurale Subjektivität des Gebets.


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Anthropologie 252-275.pdf
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252 ontologische Grundbestimmung des Menschen: Koexiistenz mit Jesus Christus. Das Gebet: Grundform der menschlichen Subjektivität. Authentischer Autor des Gebets: Jesus Christus.Das Subjekt des Gebets: ein "Wir"". Was bedeutet die Aktion des Betens für das andere menschliche Tun?


258 Karl Barth: Mitmenschlichkeit in Mann-Frau-Beziehung exemplarisch. Maßstab für Humanität. Dagegen Richard Dawkins: Krieg der Geschlechter um Nachkommenschaft. 273ff Das Herrengebet Matthäus 6. Kapitel: Heiligung deines Namens, Kommen des Reiches, Geschehen des Willens Gottes, Gotbitte, Vergebungsbitte, Erlösungsbitte. Paulus über das Subjekt des Gebetes: Ihr alle seid einer in Christo (Juden und Heiden, Herren und Knechte, Mann und Frau). Also nicht Gegensatz Christ - Heide (andere Religionen).  Das "Wir" des Herrengebetes ist ein befriedetes Wir in heilsgeschichtlicher, weltgeschichtlicher und in naturgeschichtlicher Dimension. Aber dieses "Wir" ist behaftet mit einer Paradoxie: universaler Sinn und partikulare Faktizität.


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276-547.pdf
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281ff So sollt ihr (die Juden) beten. Unser Vater: gemeinsame Aktion. Unser täglich Brot: das aller Menschen. 287 Wortgebundenheit des Gebetes (nicht Meditation). Es wird jemand angerufen. Und: Es ist eine Bitte (nicht ein Hymnus). 291 ff Unser Vater im Himmel. Von ihm lernen, wie auf Erden Vaterschaft


geübt werden kann. Hordenboss als männliches Prinzip ist nicht Vater im eigentlichen Sinn. In den drei ersten Teilen des Gebetes (Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehee) nimmt die betende Gemeinde sich auf Erden der Interessen ihres Vaters im Himmel an, in den drei folgenden Bitten der Lebensinteressen der Menschen. Hunger, Schuld, das Böse - Existentialen der Subjektivität menschlichen Seins.

296 f Bitten, Schenken, Danken (nicht Interaktion des Tausches). 297 Walter Benjamin: Die Sprache eines Wesens ist das Medium, in dem sich sein geistiges Wesen mitteilt. Der ununterbrochene Strom dieser Mitteilung fließt durch die ganze Natur, vom niedersten Existierenden bis zum Menschen, und vom Menschen zu Gott.

297 ff Bitte um Brot. Am Anfang der Weltgeschcihte: Biiphagie: Leben lebt vom Leben. Die Menschen und Tiere fressen Leben. Nicht Bitte um Brot, sondern Tötung der Tiere. Dabei Gefühl, nicht töten dzu dürfen. Angst vor der Rache des Tiers. 302 ff Die Frauen brachten dann die Kulturrevolution zum Pflanzentum zu Wege. Reaktion der Männer: Unterdrückung der Frau. Dann dritte Kulturperiode: Hierten und Kriegervölker, Stadt und Staat als deren Stiftungen. Pacht, Adel. Königtum als Widerstand gegen Adelsherrschaft über die Bauern. Menschliche Arbeit hat ihren Ursprung und ihren humanen Bezugspunkt auf das Brot; weder auf den Totschlag, den Raub noch auf den Tiermord, sondern ist auf Brot bezogen. 308 ff Vater im Himmel und Vater auf Erden (bisher mit GEwalt verbunden. Jürgen Habermas . 313 ff Und die Frauen? 323 Name und Begriff  326 ff ...gib uns heute: Uns meint alle Menschen. Skandal des jetzigen Weltzustandes. Beten = Tun. Christen können nicht an der Ökonomie vorbeigehen. Brecht: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" entspricht dem Beten im Sinne des Vaterunsers. Wo noch ein Mensch auf ERden verhungert, sind wir noch nicht genug beim Beten und beim Tun. 329ff Ökonomie. Passafest. Manna: So viel haben, wie wir wir für den Tag unseres Lebens brauchen. Dagegen Horten, Erwerbsgesellschaft, Akkumulation. Umdenken! Nicht nur für Brot für die Welt sammeln (Abführen des Überflusses), sondern die Organisation unseres wirtschaftlichen Existierens von Grund auf verändern! In der bestehenden Form ist sie eine Lästerung in das Angesicht Gottes. 339ff neolithische Revolution. Arbeitsteilung. Bauern, Handwerker, Hirten. Waffen und Werkzeuge. Im 18. Jhdt. Verbindung von Wissenschaft und Handwerk. Heute Verwüstung der Erde und Hunger wie vor der Zeit der Sesshaftigkeit. Katastrophales Gefälle zwischen dem Norden und Lateinamerika, Afrika, Asien. 350f Widerspruch zwischen Privatwirtschaft und Gemeinwohl. Statt Auto- und Rüstungsindustrie: Bildung. Nur über Bildung wird Mensch  zum zoon politikon. Der Bettel so gerchtfertigt wie die Arbeit. 366ff Literatur zum Thema 368ff Hunger, Verhältnis des Menschen zur Erde (4. Bitte). 5. Bitte (Vergib uns unsere Schuld...) Analogie zwischen dem Verhältnis des Menschen zu Gott und der Menschen untereinander. Bei Matthäus Schuld nicht juridisch, verinnerlicht religiös oder moralisch verstanden, sondern gestörtes Gleichgewichtsverhältnis. Bei Lukas. Gesetzlichkeit, Sünde = Ungehorsam. Hier anders. 373f Erich Fromm: Schuldbewusstein als Herrschaftsmittel, dient zur Erziehung zum Gehorsam. 376f Bei Mathäus: Nicht Verfehlung gegen allgemeine Odnung, sondern Regelung einer interpersonalen Beziehung. Hier wird der Begriff der Sünde aus der Engführung seiner Gleichsetzung mit dem Begriff des Gehorsams herausgeführt. Es geht um eine Gleichgewicht von Geben und Empfangen, sowohl im Verhältnis Mensch-Gott als auch im Verhältnis Mensch-Mensch. Gefahr: Mangelnde Aufmerksamkeit und Rücksicht. Daraus Trennung. 380ff Mensch Schuldner vor Gläubiger Gott. WEr den Mut hat, Gott um Vergebung zu bitten, kann nicht gleichzeitig die Vergebung seinem eigenen Schuldner unterlassen. (s. auch Gleichnis vom Schlksknecht in Matthäus 16 oder vom ungerechten Haushalter bei Lukas. 387ff Der Betende erstattet Gott in keinem Augenblick das in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Zwischen der göttlichen Gnade, mit der die Menschen zu Kindern Gottes gewürdigt worden sind und dem Verhaten der Menschnn zu Gott besteht ein Verhältnis der Unausgewogenheit. Kein Mensch, der für sich in Anspruch nehmen könnte, mit dem, was er tut, rechtfertige er das Verhältnis Gottes zu ihm. Schuld: ungenügende Dankbarkeit. 389ff Sigmund Freund: Am Anfang steht ein Verbrechen, die Ermordung des Vaters. Dadurch Schuldbewusstsein. Nachträglicher Gehorsam: Tabu des Totemtiers und Inzestverbot. Der Ödipuskomplex = die Wiederholung der Ursituation. Die Söhne dem Vater gegenüber = Gläubiger, die bereit sind, dem Schulnder mit Gewalt abzunehmen, was er ihnen schuldig ist. 395ff Frage, ob nicht die Kategorie des Eigentums erst mit der bürgerlichen Gesellschaft auftaucht. Und damit Verschmelzung von Vaterschaft mit Herrschaft. Dagegen Möglichkeit Vater-Kind-Verhältnis durch Anerkennung charakterisiert. Der Vater beginnt mit anerkennendem Vertrauen, dem mit vertrauendem Dank geantwortet wird. 399ff Freud und die 5. Bitte des Vaterunser. Malinowski, Ethnologie: Ödipuskomplex nicht allgemein menschliche Struktur, gibt auch matrilineare, nicht autoritäre Strukturen. 407ff Anthropologi von Claude Levy-Strauss (!), biologische Familie ist sozialer Torso. Verwandschaftliche Verhältnisse sind Konstrukte menschlichen Geistes, nicht durch die  Biologie einfach vorgegeben. 418f Ferdinand de Saussure, Linguistik 420 f Levy-Strauss und seine Nachfolger. 424ff Freud, Ödipuskomplex. Anders als bei ihm: Aristrokratie, Königtum, Königsmord, Opferung des kraftlos gewordenen Königs, nicht des übermächtigen Hordenbosses (wie bei Freud). Freuds Konstruktion des Vatermords bürgerliche Fehlinterpretation. 437ff Vaterschaft, Monogamie. Mann: Eigentümer. Verdinglichung. Situation der geschlossenen Gesellschaft des Spätbürgertums am Vorabend des ersten Weltkreigs. Freud reder vom Vater, wo im Grunde nur Männchen gemeint ist und Mutter nur Lustobjekt. 443ff Claude Levy-Strauss (!): Relation zwischen den vier Gliedern der Verwandtschaft, Transformation der biologischen Unterscheidung von Mann und Frau. Althusser, Foucault, Lacan, Derrida. 447ff Sophokles: Königsmord als Vatermord, daran knüpft Freud an. Spätbürgerliche Geselschaft: biologische Differenz zwischen Mann und Frau eingeebnet. Beide: Produktionsatome -(faktoren). 451 Freud: Religion entstammt der infantilen Hilflosigkeit, daraus Angst des Erwachseenen vor der Übermacht des Schicksals. 453 Im alten Israel Uminterpretation des VAterbegriffes: freie Erwählung und Verheißung. Der Sohn stellt sich in den Dienst des himmlischen Vaters. Entbiologisierung der Gottesvorstellung und des Königtums  455 Zum Volke Israel zu gehören qualifiziert den Einzelnen primär, erst in zweiter LInie das Verwandschaftsverhältnis. In bürgerlicher Gesellschaft Ehe und Eigentum verschmolzen, Entfremdung innerhalb der Kleinfamilie, Zusammenleben=Zusammenarbeiten. Dehumanisierung. 459 Wie Hunger die Not des Einzellebens der Menschen ist, ist Schuld die Not des Zusammenlebens der Menschen. Die Ausgewogenheit des Miteinanderumgehens ist gestört. Wie soll mit einem Schuldner verfahren werden? Vergeltung? Nein: Vergebung. Sie besteht im realen Schuldenerlaß. Schuld nicht in der Natur des menschlichen Zusammenlebens. 461ff strukturale Anthropologie: menschliches Zusammenleben muss nicht a priori in Ungleichgewicht, also in Verschuldung sein. Der Kampf ums Dasein mag das Gesetz der Natur vor dem Menschn sein, ist nicht das Gesetz der Menschen in ihrem Zusammenleben. Homöostatik ist Artefakt. Dagegen anti- oder parastatische Struktur ist immer möglich, aber auch abzustellen. Reduktion auf Biologie: Schicksalhafte Schuld, Ideologie. Die f. Bitte impliziert die Aufgabe, für die Struktur des menschlichen Zusammenlebens Sorge zu tragen. Um Vergebung der Schuld zu bitten impliziert den Abbau von struktureller Schuld. Symptom der parastatischen Schuld = Identifizierung von VAterschaft und Herrschaft. 467f  Von Seiten der Kirche Identifizierung von väterlicher und königlicher Macht mit verheerenden Folgen. Vergebung nur moralisch, die Ökonomie unter dem Prinzip der VErgeltung. Verdanken der strukturalen Anrhropologie wichtige Erkenntnis. 469ff Schuld, um deren VErgebung wir Gott ständig bitten müssen. Wir leisten uns nicht genut Fantasie, was die Organisation des gesellschaftlichen Lebens anlangt. From: Vorherrschaft des Habens vor dem Sein (der Mann hat die Frau und sein Kind). Unsere wirtschaftliche Situation ist determiniert zur Krise, zum fortschreitenden Auseinandertreten von Gläubigern und Schulndern - im Weltmaßstab. Es ist zum Weltproblem geworden, was in der bürgerlichen Kleinfamilie programmiert ist. Fülle von psychischen Erkrankungen. Schuld als elementarste Form menschlichen Zusammenlebens. 474ff Schuld strukturales Problem. Zerfall des Verwandtschaftssystems in biologisches Auswahlsystem. Ichlose, atomare Masse von Einzelnen. Keine Humanität. 479 Dagege Naturvölker die darwinistische Regel der natürlichen Selektion in eine soziale Organisation, die sie sistiert. Die Naturvölker in künstlicher Verfassung, die sog. Kulturvölker in krude Natur zurückgesetzt. 481 Vaterschaft bedeutet Entscheidung für das Kind. Akt des Vertrauens zur Frau und Akt der Hoffnung auf künftige Anerkennung durch das Kind. Die Ehe ein Institut, das aus Mißtrauen geboren ist, sie soll die Frau unter Kontrolle halten. Aus der Familie in der heutigen Grundstrukktur erwächst keine Friedensgeselschaft. In der bürgerlichen Gesellschaft werden all jene Aggressionen und Ängste ausgelebt, die in dieser Familienstruktur gezeugt worden sind. Phantasie ist gefragt. Neues Systeme menschlichen Zusammenlebens erntwrfen!  484ff In Ägypten für Königtum: Erwählung und Naturverwandtschaft. In Israel: Erwählung kostituiert Königtum. Geschichte Israels Abfall vom Ursprung, der Vater vom Sohn nicht anerkannt. 489f Christen: den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft nicht hinnehmen, sondern als eine Schuld vor Gott bekenne; alles özu tun, um zu einer friedfertigen Gesellschaft zu finden. Die biologische Grundverfssung ist in der Gesellschaft nicht die Antwort, sondern die Stellung des Problems. 492ff Gibt eine Schuld, die den Schuldigen verborgen ist. Irrtum, Lüge. Francis Bacon: Wissen ist Macht. Nietzsche: Wille zur Macht. Was gebraucht wird, ist eine lebensnützliche Lüge, Triumpht des einsamen Ich über die Masse. Pragmatiker Peirce, James, Dewey. Wissen als verfügbarer Bestiz und Handhabung  zu einem dem wahren Wissen fremden Zweck, das macht Gegenseitigkeit im Zusammenleben der Menschen unmöglich. Perversion von wahrem Wissen in ein lügnerisches Wissen sowie das GEbrauchen der TAtsache, dass Menschen sterblich sind, zum Zweck der Bedrohung ihres endlichen Lebens. Lügen und töten. Krieg. Die Bitte, nicht in Versuchung geführt zu werden und die bitte um Erlösung aus dem Zwielicht. Erlösung vom Bösen, vom Terror des Tötens. Der Zwang zu lügen und zu töten übersteigt offenbar die menschliche Kraft. 499ff Aufklärung, Francis Bacon, Ideologiekritik. Vorurteile sin daufzuklären. Später: Verrückt ist die Unterscheidung von Wahrhreit und Unwahrheit. Bacon schon tendiert dazu: Macht ist das einzige Prinzip. 509ff Der historische Materialismus hat bisher dem familiaren System zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Der reale historische Entwicklungsprozess läuft auf iene Familienform hinaus, die mit der kleinsten biologischen Einheit zusammenfällt. (Dagegen weist nach vorn; kleinste Einheit Viererblock, Avunkulat, der Onkel ggenüber dem Neffen ist Autoritätsperson. 518 (!) Theologische Anthropologie kann es eals ein geschlossenes System nicht geben. Keine theorie vom Wesen des Menschen. 527ff Zusammenfassung der Vorlesung. Darwin udn Marx gegenüber steht die theologische Anthropologie,d ei von der Mitmenschlichkeit Jesu Christi ausgeht. Dass der Mensch zum Mitmenschen Jesu Christi bestimmt ist, ist die elementare Voraussetzung der thologischn Anthropologie. Diese Mitmenschlichkeit impliziert das Verhältnis des Menschen zu Gottt sowie das Verhältnis der Menschen untereinander sowie das Verhältnis der Menschen zur Erde. Die bein letzten Verhältnisse sind Implikate des ersten Verhältnisses. Dist keine ontologische Aussage. Kein Begriff vom Menschen. Bilderverbot. Nur ein praktisches Sein: Anrufung Gottes im Gebet. Im Gebet findet das Verhältnis des Menschen zu Gott seine Konkretion. Die vollmacht zum Gebet verdankt der Mensch jesus Christus. Durch die Bruderschaft mit Jesus. Er gibt auch die Antwort auf die Frage: Wie soll man beten? Das Wr des "VAterunser" ist das der konkreten GEbetsgemeisnchaft und das der christlichen Gemeinde und das der Kinder Gottes und das der ganzen Menschheit. Und der Gmeinschaft der civitas dei. Theologische Anthropologie ist Erörterung des elementaren Interesses des menschlichen Lebens. Die letzten Bitten des Vaterunser entspringen den Nöten menschlichen Lebens. Sie zielen auf die reale Bewältigung dieser Nöte. In den ersten Bitten: Einwilligung des BEtenden in die Interessen Gottes. Hunger und Schuld zu bewältigen sind menschliche Möglichkeiten. Letzte Bitte: Bewahrung vor der Gefahr des Untergangs dieser Möglichkeit. Bitte um letzte Rettungstag.